Stieg LarssonViele Kunstschaffende haben das Pech, erst nach ihrem Tod den Ruhm zu erlangen, der ihnen eigentlich schon zu Lebzeiten gebühren sollte. Franz Kafka, Vincent van Gogh, Israel Kamakawiwo’óle oder eben auch Stieg Larsson. Letzter hat mit den posthum erschienen Bänden rund um den Journalisten Mikael Blomkvist und die sehr interessante Hackerin Lisbeth Salander einen enormen Erfolg erzielt. 15 Millionen Exemplare verkauften sich von seiner Millenium-Triologie (benannt nach der in den Büchern auftauchenden, gleichnamigen Zeitung) weltweit und in seiner Heimat Schweden müsste jeder Dritte Schwede ein Buch von Larsson im Regal stehen haben.

Daher war es wenig verwunderlich, dass sich die schwedische Filmindustrie (gemeinsam mit dem ZDF) an eine Verfilmung von Larssons Romanen machten, die wie die Bücher auch ein enormer Erfolg wurden und Noomi Rapace den Sprung nach Hollywood ermöglichten. Kurz gesagt mit Verblendung, Verdammnis und Vergebung hat Stieg Larsson Geschichte geschrieben.

Letztes Jahr wurden schließlich Gerüchte bestätigt, wonach in Hollywood kein Geringerer als David Fincher (Regisseur von Sieben, Fight Club, Zodiac, Benjamin Button, The Social Network, u.a.) eine eigene Verfilmung der Bestseller Romane drehen möchte. NAch einiger Zeit kamen erste Bilder von Rooney Mara als Lisbeth Salander in die Weiten des Internets.

Mittlerweile wurde auch der erste Trailer zu The Girl With The Dragon Tattoo, der englische Titel des ersten Bands, veröffentlicht.

Aufgrund der selben Vorlage erkennt man viele Ähnlichkeiten zu den schwedischen Erstproduktionen. Jedoch bringt Fincher schon im Trailer seine eigenen Stilelemente ein, die dem Film einen ganz anderen Hauch verleihen. Vergleichbar ist dieses Gefühl mit der Entscheidung ob man Fleisch ist, oder ob man spezieller sagt, dass man Rind, Huhn, Fisch, etc. isst.

Vielleicht ist die schwedische Umsetzung von Larssons Romanen noch nicht alt genug, um ein Hollywood Remake zu rechtfertigen, dennoch sollte man David Fincher ( aber auch Daniel Craig und Rooney Mara) eine Chance geben, zumal der Trailer sehr vielversprechend aussieht und der hochgelobte Trent Reznor  am Soundtrack beteiligt ist. Wer sich selbst einen Fan der Millenium-Triologie nennt und in den schwedischen Umsetzungen vielleicht das eine oder andere vermisst hat, könnte ab dem 12. Januar 2012 im Kino seine persönliche Erlösung vorfinden.

Im Schlimmsten Fall würde es aber beim ersten Teil bleiben.

Evil Shall With Evil Be Expelled

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