Planet der Affen: Prevolution [Review]

Veröffentlicht: August 11, 2011 von Holle in Movie
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Der Planet der Affen ist ein starker SciFi Film aus dem Jahr 1968 in dem der Astronaut Taylor (Charlton Heston) in die Zukunft reißt und feststellt, dass sich die Menschenaffen zur vorherrschenden Spezies entwickelt haben und sich Menschen als Sklaven halten. Noch heute ist die Idee hinter Planet der Affen, der auf dem gleichnamigen Roman von Pierre Boulle, aufwühlend und so verwundert es nicht, dass 20th Century Fox diese starke Marke, nach einem eher missglückten Versuch von Tim Burton aus dem Jahr 2001, nochmals aufnimmt und diesmal die Vorgeschichte dazu liefert.

Es beginnt alles mit einem Menschen. Will Rodman (James Franco) ist ein junger Wissenschaftler bei einer großen Firma und forscht an einem Virus der als Medikament die regenerativen Fähigkeiten des Gehirns anregen soll. Persönlich verspricht er sich damit irgendwann seinen an Alzheimer erkrankten Vater (John Lithgow)  heilen zu können. Versuche an einem Affen, dem Testobjekt Bright Eyes verlaufen sehr gut und es scheint als ob man den gewünschten Erfolg mit dem Medikament hat. Doch Bright Eyes bedroht eines Tages die Forscher und nur ihr Junges (Andy Serkis) bleibt aus dem Forschungsprojekt übrig. Will nimmt sich diesem Jungen, den er auf den Namen Caesar tauft, an und zieht ihn bei sich zu Hause auf. Scheinbar hat Ceasar die Intelligenz seiner Mutter geerbt und zeit in allen möglichen Intelligenztests glänzende Leistungen. Auch mit der weiteren Forschung an dem Medikament geht es gut voran und Will schafft es seinen Vater heimlich damit von seiner Krankheit zu heilen. Aber nach einem Zwischenfall auf offener Straße, muss Ceasar sein Dasein in einem Affengehege unter einem sadistischen Wärter (Tom Felton) verbringen. Bis zu dem Tag an dem er seine überragende Intelligenz nutzt um sich mit den anderen Affen zusammenzuschließen.

Ich muss zugeben, dass ich bis auf die Verfilmung aus dem Jahr 2001 noch keinen anderen Film der Reihe ernsthaft angeschaut habe. Doch nachdem ich Prevolution gesehen habe ist mein Interesse an den anderen Filmen geweckt worden. Mit Prevolution haben wir einen sehr guten Actionfilm im Kino, der zudem Intelligent als auch Emotional ist und mich als Zuschauer vollkommen zufrieden aus dem Kino hat gehen lassen (Green Lantern hat das leider nicht geschafft). Die Handlung bleibt durchweg spannend (auch wenn man sich das Ende schon denken kann) und doch verkommt der Film nicht zu einem Effektfeuerwerk, bei dem einem immer weider Explosionen und Zerstörung um die Augen und Ohren gehauen werden. Auch bleiben langatmige Passagen aus,  denn so gut wie jede Szene hat seine Funktion um das Gesamtwerk nachzuvollziehen. Ebenso schaffen es die Handlung und auch die Trickeffekte (WETA lässt grüßen) den Zuschauer mit den Primaten mitfühlen zu lassen. Man kann sich mit der Position der Affen identifizieren und versteht weshalb sie aufbegehren. Sehr nett ist übrigens auch der Abspann, der verrät wie die Affen zur Übermacht werden.

Die Rollen wurden durchweg gut besetzt. James Franco überzeugt als junger Wissenschaftler mit guten Motiven und auch John Lithgow (der schon in der vierten Staffel von Dexter toll war) spielt seine Rolle überzeugend und sympathisch. Tom Felton kehrt wieder zu seiner bekanntesten Rolle zurück, der des unsympathischen Arschlochs, welche ihn schon inden Harry Potter Filmen bekannt gemacht hat zurück und hat sogar (hier bediene ich mich eines Wortlauts von den Fuenf Filmfreunden) wieder einen Zauberstab bekommen. Doch es ist nicht alles Gold was glänzt: David Oyelowo spielt den Forschungsleiter Jacobs, dem es einzig und allein um verkaufbare Forschungsergebnisse geht und der Will mal unterstützt und ihm dann alle seine Forschungsmittel nimmt. Leider nicht so überzeugend, aber gut gespielt. Und auch Freida Pinto hat eine eher unglückliche Rolle bekommen. Als Freundin von Will darf sie ihm sagen, dass man ab und zu Sachen einfach akzeptieren müsse und darf als hübsches „Weibchen“ für Will dienen, dass Ceasar klar macht, was er alles als Hausaffe nicht haben kann. Es fällt immer schwer die Arbeit von Andy Serkis zu bewerten, da seine bekanntesten Rollen immer Performance-Capturing beinhalten und man als Zuschauer später nur eine fertig animierte CGI Figur zu sehen bekommt. Dennoch hat mir die Darstellung Ceasars gefallen, auch wenn er übertrieben animiert gewirkt hat und dadurch nicht mehr als echter Affe überzeugen kann. Dennoch kam einem Serkis vorherige Affenrolle in King Kong emotionaler vor (liegt aber wohl auch an Ceasars Charakter, der ihm vom Drehbuch auferlegt wird).

Absolut empfehlenswert, sowohl für Kenner der Planet der Affen Filme als auch für absolut e Neulinge auf diesem Gebiet. Gerne mehr davon! Solte eine (eine reicht vollkommen) Fortsetzung im ähnlichen Stil gelingen, würde ich mich darüber sehr freuen! Sehr gute 8 von 10 Kokosnüssen ähm Punkten.

PS: Während dem Film hatte ich immer wieder das Gefühl, dass einige Szenen fehlten, die auf einem Extended Cut nachgeliefert werden könnten. Beispiel (SPOILER):  Cesar schaut beim Ausbruch nochmal auf den Käfig des Weibchens, das mit einem Schaukelpferd gespielt hat und nun laut Aufkleber im Labor ist. Anscheinend wurde hier im vollständigen Drehbuch eine romantische Szene ( nach Liebe sehnt sich Ceasar ja schon mal früher im Film) angedeutet die wohl im Labor ein trauriges Ende genommen haben könnte.  Und Jacobs sagt zum auf der Brücke zum „bösen“  Affen (Der mit der Narbe und dem blinden Auge)  „Nicht du!“, als ob er schon mal vorher schlechte Erfahrung mit genau diesem Primaten gemacht hätte, was einem vom Film aber an keiner Stelle gezeigt wird. Bin mal gespannt ob ich mit meiner Vermutung, dass ein Extended Cut bei der DVD/BD Auswertung nachgeliefert wird, richtig liege.

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Kommentare
  1. AndiBerlin sagt:

    Nach den ersten Bildern und Berichten zu dem Film, war ich ja sehr skeptisch. Aber scheinbar scheint der Film wider Erwarten doch bei allen gut anzukommen. Vielleicht schaue ich mir den auch im Kino an. Mal sehen.

    • Holle sagt:

      Jupp, das kannst du ohne Sorge amchen. Der Film ist glücklicherweise gute Unterhaltung geworden und kann sogar anspruchsvollen Geschmäckern gerecht werden.

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