Real Steal – Stahlharte Gegner [REVIEW]

Veröffentlicht: Oktober 19, 2011 von Holle in Uncategorized
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Roboterboxen und eine zerrüttete Vater Sohn Beziehung. So lässt sich der Inhalt von Real Steel mit zwei kurzen Aussagen beschreiben. Doch der Reihe nach:

Charlie Kenton (Hugh Jackman) war früher einmal ein richtiger Boxer, der beinahe gegen den damaligen Champion gewonnen hätte. Danach lief es nicht mehr sonderlich rosig für ihn, da die Zuschauer auf immer brutalere Gewalt im Ring standen und deshalb irgendwann Roboter an die Stelle von menschlichen Kämpfern treten mussten. Der Mensch hat nur noch die Aufgabe, seinen Roboter zu steuern. Somit klopfen sich also im Jahr 2020 stählerne Kolosse gegenseitig die Schädel ein, sehr zur Freude des Publikums.

Charlie hat zwar eine Nische in diesem neuen Sport gefunden, doch mit dem Erfolg will es nicht so recht klappen. Er hangelt sich auf Jahrmärkten von einem Kampf zum anderen und verliert dabei Roboter um Roboter. Zudem hat er nicht nur bei seiner Kindeheitsfreundin Bailey (Evangeline Lilly) hohe Schulden. Seinen Sohn Max (Dakota Goyo) hat er schon seit Jahren nicht mehr gesehen. Umso mehr ist er überrascht, als er für diesen plötzlich das Sorgerecht übernehmen soll. Geschickt schafft er es vom Onkel des kleinen Max 25.ooo$ abzuluchsen und nimmt den kleinen, unter dem Vorwand den Sommer mit ihm verbringen zu wollen mit sich. Die beiden schaffen es nicht nur eine, wenn auch anfangs komplizierte, Vater Sohn Beziehung aufzubauen, sondern auch sich mit Alpha, einem Roboter von der Müllhalde bis zum Titelkampf gegen den bisher ungeschlagenen Zeus durchzuboxen.

Real Steel ist ein Science-Fiction Film, wie man ihn in dieser Form nicht oft im Kino zu sehen bekommt. Zwar bekommt man einen Einblick in eine mögliche Zukunft mit Roboterkämpfen bekommen, doch diese sind relativ bodenständig geblieben. Daher laufen die Kämpfe im Film auch tatsächlich wie heutige Sportveranstaltungen ab und suggerieren dem Zuschauer ein Gefühl von Realismus. Dafür sorgen auch die guten Spezialeffekte, die nicht übertrieben aber dafür sehr realistisch sind und eine Trennung zwischen Realität und Spezialeffekt nicht zulassen. Das ist auch wichtig, denn die Kämpfe sind teilweise sehr emotional und übertriebene Effekte hätten dabei nur beim Mitfühlen gestört. Aber es gibt auch genug zu lachen, mal durch Slapstick aber oft genug auch durch die lockeren Sprüche von Charlie bzw. auch von Max. Störend war jedoch der hohe Anteil an Product Placement und offensichtlicher Werbung im Film. Das trägt zwar sehr zur realistischen Stimmung des Films bei wirkt aber nach einiger Zeit sehr störend. Gerade im großen Finale des Films ist nervend, wenn man ständig die Werbung für Spielkonsolen, Suchmaschinen und Softdrinks um die Ohren gehauen bekommt.

Dennoch, Real Steel ist gute da kurzweilige Unterhaltung. Besonders Freunde der Transformers Filme sollten einen Blick wagen, da diesmal ein Roboterfilm nicht vor Dämlichkeit, sondern vor Gefühl strotzt. Natürlich ist das immer wieder sehr übertrieben dargestellt, aber dennoch besser als den tausendsten Kampf zwischen Gut und Böse zu erleben in dem Shia Labeouf ungläubig und dämlich aus der Wäsche glotzt.

Sollte ich Punkte vergeben wären es 7/10 Roboterfäusten, die ich für Real Steel vergeben würde. Los geht’s ab dem 02. November in eurem Lieblingskino.

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