Sherlock Holmes: Spiel im Schatten [REVIEW]

Veröffentlicht: Dezember 22, 2011 von Holle in Uncategorized

Mal wieder entweder zum anhören oder zum lesen:

Sherlock Holmes, in der Neuinterpretation von Guy Ritchie, ermittelt wieder. Gemeinsam treten Robert Downey jr. und Jude Law als Holmes und Watson gegen das kriminelle Meistergenie Prof. James Moriarty an. Dabei begegnen sich Holmes uns Moriarty, zumindest auf intellektueller Ebene, auf Augenhöhe.

Die Fährte wurde bereits im ersten Teil gelegt, doch nun hat Holmes Witterung aufgenommen und kommt den kriminellen Machenschaften von Professor James Moriarty auf die Schliche. Dieser weiß jedoch seine Spuren gut zu verwischen und sich problematischen Informanten zu entledigen. Daher geraten auch Holmes Freund Dr. Watson und dessen frisch angetraute Ehefrau Mary in Moriartys Visier, ebenso wie die Zigeunerin Simza, die sich nur dank Holmes Hilfe vor einem entsandten Attentäter retten kann. Gemeinsam versuchen die drei Moriarty das Handwerk zu legen und geraten dabei über einen Anschlag in Paris, über eine Waffenfabrik in Heilbronn auf ein Gipfeltreffen der europäischen Nationen in der Schweiz, wo es zum großen Showdown zwischen Holmes und Moriarty kommt.

Wer jetzt glaubt nur eine alte Geschichte vom Sherlock Holmes Schöpfer Sir Arthur Conan Doyle vorgesetzt zu bekommen, der irrt sich. Denn das ist noch immer keine Verfilmung der bekannten Romane, sondern Hollywoods Neuinterpretation. Aber das ist auch gut so.

Holmes und Watson stehen im Vordergrund der Handlung. Die kleinen aber immer wieder auftretenden Höhepunkte des Films sind die gegenseitigen Sticheleien der beiden. Moriarty ist zwar wunderbar dargestellt, intelligent und doch nicht zu übertrieben, aber bleibt doch hinter den Erwartungen zurück. Schade dass die Rollen von Watsons Frau und von Noomi Rapace dermaßen stark in den Hintergrund treten. Auch die Rolle von Irene Adler wird zwar wieder aufgenommen, Fans von ihr müssen sich jedoch darauf einstellen einen Großteils des Films ohne sie auszukommen.

Sehr schön fand ich die Überraschungsmomente des Films, an denen der Zuschauer beim ersten Sehen sehr erstaunt und dadurch begeistert sein wird und sich im Nachhinein fragt ob er das nicht auch von selbst hätte bemerken können. Zudem kann man den Film als eine Art Krimi zum mit raten ansehen, denn alles was man zur Lösung des Falls braucht, wird einem am Anfang geliefert. Probiert es am besten aus wenn ihr im Kino sitzt.

Das große Finale dürfte alle Kenner der Bücher zufrieden stellen. Der typische Humor von Holmes tritt wieder zum Vorschein, der abstruse Sonderling aber eben auch der, der alles zu seinem Vorteil wenden kann. Dennoch beherrscht der Humor nur das erste Drittel des Films, der Rest wird geradezu ernst und bedrohlich wirkend dargestellt.

Ach ja Gladstone, der Hund von Watson, ist auch wieder dabei und wird wieder zu Holmes Versuchsobjekt.

Vieles was einem am ersten Teil so gut gefiel ist nun wieder da, aber sehr viel aufdringlicher. Eindrucksvolle Szenen, die jedoch denen des ersten Teils nachstehen. Der Soundtrack ist auf dem gleichen hohen Niveau wie beim Vorgänger, ergänzt um passende Nuancen.

Die Kameratechniken sind stellenweise stark auf die Höhe getrieben. Manche Szenen in Zeitlupe sind einfach viel zu lang und erschöpfend. Dafür überrascht man den Zuschauer immer wieder mit ungewöhnlichen Kameraeinstellungen die zwar gefallen jedoch nur einen ganz kurz auftauchen. Es scheint fast so als ob an diesen Stellen wieder experimentiert wurde. Das werden wir aber erst erfahren können, wenn es einen dritten Teil gibt.

Und den soll es bitte schön auch geben, denn Sherlock Holmes: Spiel im Schatten ist einfach gute Kinounterhaltung. Das Setting passt und wurde erweitert. Die Darsteller überzeugen in ihren Rollen. Die Geschichte ist weder zu plump, noch zu strotzend vor gekünstelter Intelligenz. Und wie der Title es schon vermuten lässt bleibt am Ende vieles im Schatten und schreit förmlich danach mit einem dritten abschließenden Teil ein würdiges Ende zu finden. Rund um ein zufrieden stellendes Paket. Es gibt zwar Kritik, aber diese ist schon auf hohem Niveau und kümmert sich nur um Nuancen des Films.

Diese wunderbare Kinounterhaltung zur Weihnachtszeit bekommt unglaubliche 9  von 10 möglichen Spürnasen.

Und wen´s interessiert die vernichtende Kritik von Spiegel Online.

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