Tomb Raider

Veröffentlicht: August 31, 2012 von Holle in Games
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Eigentlich wollte ich ja alle meine Eindrücke von der Gamescom für radioaktiv als Beitrag zusammenfassen. Geschrieben war soweit auch alles, nur hat mir dann die Technik einen Strich durch die Rechnung gemacht. Bis gestern hat diese nämlich gestreikt. Da ich aber noch relativ zeitnah Informationen über meine Eindrücke teilen wollte habe ich beschlossen das Ganze auch in Textform zu veröffentlichen. (Außerdem wäre es wohl etwas öde einen einzelnen Nerd eine gute Stunde lang nur über seine Impressionen von der Gamescom sprechen zu lassen). Sei’s drum, ich fange mal mit dem Titel an, den ich im Voraus am spannendsten fand und der mich auch auf der Gamescom überzeugt hat: Tomb Raider.

Freunde von Action-Adventures sahen in ihr lange Zeit eine der ersten erfolgreichen weiblichen Videospielfiguren. Die Rede ist von Lara Croft. Die toughe Archäologin (im Grunde nur ein männlicher Videospielheld mit Brüsten), ist aber nicht immer so draufgängerisch gewesen, sondern war in ihren jungen Jahren ein ganz normales Mädchen. Wie genau diese Wandlung voranging versuchten schon andere Spiele der Reihe wie Tomb Raider: Legends aufzuklären. In Rückblenden gab es darin immer mal wieder Abschnitte aus Laras Jugend zu spielen. Mit dem Neustart der Reihe, wollen die Entwickler von Crystal Dynamics zeigen, welche Erlebnisse aus Lara die Frau gemacht haben, die wir heute kennen.

Lara erleidet Schiffbruch auf einer mysteriösen Insel, die wohl im japanischen Meer liegt. Neben etlichen gestrandeten Schiffen, abgestürzten Flugzeugen und alten Ruinen, warten auch allerlei Gefahren auf Lara. Die riskanten Klettereinlagen erinnern stark an die Uncharted Reihe, jedoch ist Lara nicht so durchtrainiert wie Nathan Drake, wodurch sie in ständiger Gefahr steht abzustürzen. Auch wilde Tiere, mysteriöse Inselbewohner und bewaffnete Söldner sorgen dafür, dass Laras Inselaufenthalt ein harter Überlebenskampf wird. Auch die Jagd nach Nahrung bleibt Lara nicht erspart. In den spielbaren Szenen auf der Gamescom mussten die Spieler mit einem Bogen auf die Jagd gehen (Hardcore Veganer wird dieses Gameplay Element zwar unangenehm aufstoßen, aber es passt in den Kontext). Nett eingearbeitet ist auch Laras Überlebensinstinkt. Sollte sie in Gefahr laufen nicht mehr weiterzuwissen, kann sie sich auf diesen verlassen und die Richtung zeigen lassen. Während ihr Überlebensinstinkt aktiviert ist, graut die Umgebung um Lara herum aus und nur das überlebenswichtige Objekt wird farbig dargestellt.

Was bei der Gamescom Präsentation deutlich wurde ist, dass Lara im Laufe des Spiels eine Entwicklung durchmacht. Ist Lara anfangs noch sehr hilflos und muss viel erleiden ist sie in Abschnitten aus dem späteren Spielverlauf deutlich abgehärtet. Da schleicht sie sich schon mal an eine Gruppe an Söldner heran und schaltet sie einen nach dem anderen kaltblütig aus. Auch ihre Leidensfähigkeit ändert sich Laufe der Handlung. Anfangs kommentiert Lara noch alle körperliche Gebrechen mit heftigen Stöhnen und Ächzen (was ich, genauso wie AIgames nicht in voller Lautstärke spielen werde). Doch in den späteren Abschnitten hält Lara mehr aus und kämpft sich beinahe ohne zu murren durch starke Wasserströmungen und messerscharfe Felsen.

Wer übrigens gedacht hat, dass Lara alleine auf der Insel sei, der hat sich geirrt. Bei der Präsentation wurde ersichtlich, dass auch andere Passagiere von Laras Schiff auf der Insel angeschwemmt wurden. Aber ob man jedoch allen Überlebenden trauen kann, ließen die Entwickler bis dato offen.

Bisher macht Tomb Raider einen soliden Eindruck. Die Ähnlichkeiten zu Uncharted sind zwar erkennbar, aber halten sich aufgrund der unterschiedlichen Protagonisten in Grenzen. Was man bisher vom Gameplay und vom Setting her zu sehen bekam macht einen absolut stimmigen Eindruck und macht Lust auf das Release am 5. März 2013.

Bildmaterial via Sqare Enix / Crystal Dynamics

PS: Ich will nicht sexistisch klingen, aber Laras Oberweite wirkt schon ziemlich groß. Und es ist nicht gerade hilfreich, dass die Kameraperspektive sich immer wieder darauf konzentriert. Muss denn eine weibliche Videospielfigur so große sekundäre Geschlechtsmerkmale haben? Das wäre doch sicherlich auch kleiner gegangen, oder?

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