Archiv für die Kategorie ‘Tech’

Google stellt den Reader ein – R.I.P.

Veröffentlicht: März 14, 2013 von Holle in Tech
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Google_Logo

Bislang war ich immer sehr zufrieden mit den Google Produkten, die ich nutze. Googlemail, bietet genügend Speicher ist schnell und die Werbung fällt fast nicht auf. Die Google Docs und Google Drive sind für mich mein Online Büro geworden um Texte zu Hause oder in der UniBib zu schreiben und später im Studio auszudrucken oder mp3 Dateien mal schnell von zu Hause aus verfügbar zu machen.

Und mit dem Google Reader konnte ich meine recht vielen RSS Feeds übersichtlich halten, mich informieren und zu gleich auch recherchieren. Das war die erste Seite, die ich jeden Tag aufrief, die immer wieder von mir angeklickt wurde und in die ich zum Tagesabschluss noch mal einen Blick warf. Zudem war sie auch ein schöner Zeitvertreib. Viele hier im Blog vorgestellten Themen fielen mir oft erst durch den Reader in die Hände. Er machte die Tageszeitung obsolet und war ein treuer Begleiter, den ich von überall her aufrufen konnte. Doch warum schreibe ich nur im Präteritum über den Google Reader? Nun, weil er nicht mehr ist, bzw. nicht mehr sein wird.

Google hat sich dazu entschlossen den Reader und ein paar andere Services abzuschalten. Stichtag für die Abschaltung ist der 1. Juli. Bis dahin kann er noch genutzt werden. Seien Feeds, kann man sich über Google Takeout runter laden und in einen anderen Feed Reader importieren.

Das ist meiner Meinung nach ganz große Grütze. Ein tolles Produkt, dass gerade unter Bloggern sehr beliebt war einfach so einzustellen ist mehr als ärgerlich. Klar, das gehört bei Google zum Geschäft mit dazu, nicht mehr als wesentlich oder vielleicht sogar unrentabel angesehene Produkte aus dem Angebot zu werfen. Aber ist es sinnvoll ein Produkt, dass in der Sphäre der Meinungsbildung und des Meinungsaustausches im Internet stark genutzt wird einzustellen? Macht man sich damit beliebt? Keinesfalls! Verliert man damit kurzfristig an Ansehen? Auf alle Fälle! Wird Google langfristig schaden davon nehmen? Ungewiss. Der Reader wird hauptsächlich von Bloggern, evtl. auch Journalisten genutzt, um auf dem laufenden zu bleiben und sich zu informieren. Die wenigstens Nutzer sind einfache Internetnutzer, die sich entweder direkt auf ein paar Newsseiten informieren oder das Internet zum Chatten, Skypen oder Mailen nutzen. Diesen Kreis wird es nicht stören. Ebenso wenig die Leute, die das Internet nur als Unterhaltungsmedium (Audio, Video, Spiele) nutzen.

Ich persönlich finde es ärgerlich, da ich die (bequeme) Angewohnheit angenommen habe, mir von Google alles aus einer Hand liefern zu lassen. Das ist nicht sonderlich schlau, schon klar. Aber die Zeitersparnis, mich nicht bei drölfzig  Anbietern anmelden zu müssen fand ich einfach toll. Und die angebotenen Dienste haben immer problemlos funktioniert. Wer weiß vielleicht beginnt damit mein persönlicher Exodus aus dem Lande Google, hinein in die freien Welten des Internets.

PS: Eine Petition zum Erhalt des Readers gibt es hier.

PPS: Ich überlege noch ob ich mich für newsblur oder netvibes entscheiden als Substitutionsgut soll. Wahrscheinlich sogar bezahlt.

PPPS: Bitte Google, stellt doch noch die Mail Anwendung, die Docs, Drive, Youtube und am besten auch noch Android und die Suchfunktion ein. Dann seid ihr komplett aus meinem Leben!

(via nerdcore)

8-Bit Annoying Person Remover [MOD]

Veröffentlicht: März 2, 2013 von Holle in Retro, Tech
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direct8Bit

Grandiose Idee. Hätte ich ein kaputtes NES hier rumliegen würde ich mich gerne daran machen und meinem Mitbewohner mit dem Endprodukt auf die Nerven gehen. Leider habe ich nicht mal ein funktionierendes NES hier, aber das lässt sich doch bestimmt auch mit einem SNES hinbekommen, oder?

PS: Ich weiß, dass diese Idee wesentlich banaler ist als der gestrige TED talk von Amanda Palmer, but sometimes you’ve got to be nerdy.

(via Pixellevel)

TED Talk with Amanda Palmer: The art of asking

Veröffentlicht: März 1, 2013 von Holle in Tech
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Amanda Palmer hält einen wunderschönen Vortrag darüber was in der Musikindustrie (alleine das Wort Industrie damit zu schreiben fühlt sich falsch an) nicht stimmt. Wie bringt man Leute dazu für Musik zu bezahlen? Das ist die große Frage, aber auch gleich der Fehler, denn man darf sie nicht dazu zwingen. Aber danach fragen ist vollkommen in Ordnung. Doch seht selbst:

Wolken am Horizont

Veröffentlicht: Juli 3, 2012 von Holle in Games, Tech
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Wer sein Computerspiel spielen möchte, muss erst mal in den Besitz eines solchen kommen. Lange Zeit war das eine selbstverständliche Sache. Genau wie bei Filmen ging man in den Laden kaufte sich das Spiel seines Verlangens, ging nach Hause und spielte es. Doch irgendwann, es war 2003, wurden die Publisher von Spielen modern und eine kleine Firma namens Valve wusste, dass eines der besten Spiele der kommenden Jahre in der Hinterhand hatte und wagte daher etwas neues. Es wurde das online Vetriebsportal Steam eingeführt und als Notwendigkeit zum Spielen von Half Life 2 erklärt. Der Aufschrei war groß, “Dann kann ich meine gebrauchten Spiele nicht mehr verkaufen?” und “Meine Internetverbindung ist zu langsam” waren die hauptsächlichen GEgenargumente.

Jahre zogen ins Land. Die Internetverbindungen wurden schneller und zuverlässiger und Steam etablierte sich als Vertriebsportal von Computerspielen. Vermutlich haben die großen Rabattaktionen einen erheblichen Teil dazu beigetragen, denn wer schlägt nicht mal zu, wenn es ein 60 Euro Spiel für ganze 5 Euro im Angebot gibt? Für den Erfolg von Steam spricht sicherlich auch, dass Electronic Arts irgendwann selbst auf den Trichter gekommen ist und mit Origin sein eigenes Steam am Markt zu etablieren versucht. Alle sind zufrieden.

Alle? Nein einige findige Entwickler leisten der Zufriedenheit Widerstand und wollen die den Weg des heruntergeladenen spiels umgehen verlassen. Streaming, also “strömen” lautet das neue Zauberwort. Der Trend, den man beim Filmkauf beobachten konnte scheint nun auch auf Spiele überzugriefen. Anstatt Spiele über die eigene Hardware laufen zu lassen, sollen diese aus der Cloud heraus gestreamt werden. Man will es also aus der Wolke heraus strömen lassen, damit die Spieler im Regen stehen. Natürlich, alle Firmen propagandieren die Cloud als die nächste große Sache. Sicherlich ist es für den Anweder gut, wenn er nicht mehr teuere Hardware kaufen muss um die neuesten High-Class-Titel in guter Auflösung spielen zu können. Auch schick, dass man von überall aus Zugriff auf seine Spiele hat. Egal ob man gerade auf Geschäftsreise in New York oder im Urlaub auf Hawaii ist, es soll ganz einfach möglich sein auf seine Spiele zuzugreifen.

Aber seien wir doch mal ehrlich, sind leistungsstarke Rechner nicht etwas schickes? Es freut einen doch, sich ein System zusammenzustellen, es möglichst optimiert auf die eigenen Bedürfnisse zu erstellen. Was ist nicht alles damit möglich: Schreiben, Lesen, 3D Effekte erstellen, Videoschnitt betreiben, Soundaufnahmen bearbeiten, Daten konvertieren, die Möglichkeiten scheinen unbegrenzt. Und wer will schon außerhalb der eigenen Räume (LAN Partys mal ausgenommen) zocken? Wer auf Geschäftsreise ist, soll bitteschön produktiv sein und wer im Urlaub ist soll mal den Schritt vors Hotelzimmer wagen. So sieht’s doch aus. Und was ist eigentlich, wenn ich mal Zeit zum Zocken habe, aber mein Internetanbieter Wartugnsarbeiten durchführen muss oder technische Probleme hat? Dann steht man als Spieler nicht mehr im Streaming Regen, sondern in der Traufe, denn es geht nichts mehr.

Da lobe ich mir doch noch die Titel meiner Sammlung die noch auf einer Disc ausgeliefert wurden und die ich auch spielen kann, ohne Online zu sein.

So schön es also ist, dass sich Sony innovationsfreudig zeigt und den Kauf des Streamingspezialisten Gaikai plant, ich bleibe vorerst bei gekauften Spielen auf der Disc. Zudem schreckt mich auch der Gedanke Monatliche Gebühren PLUS Kaufpreis eines Spiels zu zahlen. Wer dann also kündigt, hat keinen Zugriff mehr auf seine Spiele. Schade. ÜBrigens sollte Sony erstmal seinen europäischen Store für die Playstation verbessern und dort mal Episode 2 vom The Walking Dead Spiel veröffentlichen, dass es offiziell bald schon eine Woche geben sollte.

Steve Jobs tritt zurück

Veröffentlicht: August 25, 2011 von Holle in Tech
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Es ist nicht völlig unerwartet geschehen, aber es war dennoch überraschend: Steve Jobs tritt von seinem Posten als CEO von Apple zurück, möchte jedoch weiterhin als Chairman im Betrieb verbleiben. Bereist Anfang des Jahres nahm Jobs sich aus gesundheitlichen Gründen eine Auszeit. Schon seit längerem leidet er unter Bauchspeicheldrüsenkrebs und Vermutungen über seinen Gesundheitszustand liesen die Apple Aktien fallen und steigen.

„I have always said if there ever came a day when I could no longer meet my duties and expectations as Apple’s CEO, I would be the first to let you know. Unfortunately, that day has come,“ wrote Jobs, who has been on medical leave since January. Cook has been filling in as the company’s leader.

Steve Jobs hat es geschafft eine Firma, die beinahe pleite war, zum Weltmarktführer aufzubauen, die heute alle möglichen Trends in der Computerindustrie setzt. Egal wo wir heute hinsehen ob Smartphones, MP3 Shops, Tablets (hier hatte Bill Gates vorher schonmal einen erfolglosen Versuch gestartet) oder App Stores, all dies hat Apple mit seinen Produkten zuerst erfolgreich umgesetzt und somit zum heutigen Standard gemacht. Diese Leistung sollte man, egal ob man mit den Produkten von Apple oder deren Firmenpolitik einverstanden ist oder nicht, würdigen. Daher wünsche ich Steve Jobs dass es sich sein Gesundheitszustand, trotz aller negativen Anzeichen bessern wird und er noch lange leben darf.

Thank you, Steve!

(via CNN)

PSP E-1000

Veröffentlicht: August 16, 2011 von Holle in Games, Tech
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Pünktlich zur gamescom hat Sony mal wieder eine Pressekonferenz gegeben um Presse, Fanboys  und potentielle Käufer auf neue Produkte hinzuweisen. Kurz gefasst, die PlayStation 3 kostet nur noch 249,99€ und nächstes Jahr erscheint die PlayStation Vita inc. vielen Spielen.

Doch eine kleien Überraschung gab es dann doch noch: Sony kündigt die Sony PSP E-1000 an. Dabei handelt es sich um die bereits bekannte PSP im Charcoal Black  gehaltene Gerät soll durch seinen günstigen Preis von gerade mal 100€ für die Konsole und 9,99€ für ausgewählte Spieletitel überzeugen. Diese lassen sich entweder per UMD oder über den PlayStation Store laden. Über eingebautes Wifi verfügt dieses Modell nicht mehr, daher muss man es per USB mit der PlayStation 3 verbinden. Und so sieht das dann aus:

Ok, Sony will wohl noch ein Marktsegmente mit dieser Budgetvariante abgreifen. Mir persönlich bringt das Modell zwar nicht sonderlich viel, da ich mich eher auf die PlayStation Vita ( und Uncharted: The Golden Abyss) freue, aber damit kann nochmal jeder zugreifen, dem bisherige Modell immer noch zu teuer waren.

(via Sony Blog)

HTC Desire introduced in its owner palm by ThoxVor ziemlich genau einem Jahr ist mein altes Handy kaputtgegangen und ich sah mich gezwungen nach einem neuen Modell Ausschau zu halten. Dabei war mir von Anfang an klar, dass für mich mittlerweile kein Weg mehr an einem modernen Smartphone vorbeiführt. Die Möglichkeit mobil im Internet aktiv zu sein war einfach zu verlockend. Schnell kristallisierte sich auch heraus, dass ich nicht zu den Smartphones des großen Herstellers mit dem Apfel als Logo greifen möchte. Einzige sinnvolle Alternative war damals das Android Betriebssystem.

Das hatte mich einiges an Überwindung gekostet, da ich gegenüber dem Internetgiganten Google leicht misstrauisch gegenüberstand. Ich fragte mich immer, weshalb bringt Google einfach so ein Open Source Betriebssystem auf den Markt? Da muss doch ein Hintergedanke dabei sein. Spyware oder ähnlichen Kram kam mir in den Sinn, aber das ließe sich ja nicht mit dem Firmenmotto „Don’t be evil“ vereinen. Nachdem ich mich dann ein bisschen in die Materie eingelesen hatte war ich schließlich von Android überzeugt und beschloss dem Ganzen eine Chance zu geben. Von Android selbst bin ich bis heute noch begeistert, es kann alles was ich von ihm möchte. Die Erweiterungsmöglichkeit durch Apps ist grandios, die Stabilität des Betriebssystems ist überraschend gut (tatsächlich sind mir bisher nur schlecht programmierte Apps aus dem Market abgeschmiert) und die Freiheit auch Apps von Market fremden Quellen zu installieren finde ich sehr generös. (mehr …)